Neues Leben in historischen Räumen: Wanne-Eickeler Kammerspielchen ziehen ins „Haus des Handwerks“ ein
Herne/Wanne-Eickel, im September 2009. Das Haus des Handwerks zählt zu den wohl bekanntesten Gebäuden Wanne-Eickels. Direkt am Busbahnhof Buschmannshof gelegen diente es von 1953 bis 1980 als Zentrum für die Handwerker – im Volksmund respektvoll „Rathaus des Handwerks“ genannt. In die historischen Räumlichkeiten zieht dort neues Leben ein – Prinzipal Christian Stratmann eröffnet in den ehrwürdigen Räumen an der Gerichtsstraße 1 die Wanne-Eickeler Kammerspielchen.
Zur Geschichte: 1947 beschlossen die Wanne-Eickeler Handwerker, ein eigenes Haus zu suchen. Ins Auge fiel ihnen dabei das ehemalige Hotel „Fürst Bismarck“ an der Ecke Haupt-/Gerichtsstraße. 1949 folgte der Beschluss zum Kauf, nach einigen Umbauten zogen 1950 dort Geschäftsstelle und die gemeinsame Innungskrankenkasse ein. Nur zwölf Monate später wurde es den Handwerkern zu eng. Sie legten den Grundstein für einen Anbau an der Gerichtsstraße 1, mit Gastwirtschaft samt Kegelbahn und einem Meisterzimmer im Parterre sowie einem großen und kleinen Festsaal im 1. Obergeschoss. Bis 1980 fanden dort Versammlungen, Informationsabende, Lossprechungsfeiern und Innungsabende statt – Arbeiten und Feiern lagen in diesem Hause ganz eng beieinander. 1980 zogen die Handwerker aus und das griechische Restaurant „Olympia“ ein. Über 20
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Jahre war „Bei Niko“, so hieß die Gastronomie unter den Wanne-Eickelern, eines der beliebtesten Restaurants der Stadt. Der Saal wurde für große und kleine Feiern genutzt, ehe 2002 die Pächter wechselten. Dies führte bald zu einem stillen Niedergang des Hauses an der Gerichtsstraße 1, was die Bürger der Stadt stets bedauerten.
Nun wird das Traditionshaus mit seiner fast unveränderten, kultigen 50er-Jahre-Architektur wieder wachgeküsst – durch die Wanne-Eickeler Kammerspielchen unter Leitung von Prinzipal Christian Stratmann und Intendant Thomas Rech. Am 26. November 2009 öffnete das „kleine Haus“ mit der Ruhrgebietskomödie „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“, der Fortsetzung des Mondpalast-Erfolges „Ronaldo & Julia“, erstmals seine Tore. |